Nachhaltige Lösungen

für die Koexistenz

von Wildtieren und Menschen

in Afrika

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Elefanten und Bambus

 

Bambus in Elefantenregionen anzubauen, um Einkommen für die Bevölkerung zu schaffen, scheint ein gewagter Schritt, denn Bambus steht bei Elefanten recht weit oben auf dem Speiseplan. Dennoch ist er weniger atraktiv als etwa Maisfelder oder Bananenanpflanzungen, da er mit der Zeit verholzt und hierdurch weniger interessant für die Tiere wird. 

Bambus ist eine ideale Pflanze um degradierte Waldflächen aufzuforsten und erodierende Böden zu halten. Bambus ist ein Gras, die am schnellsten wachsende Pflanzenfamilie mit bis zu einem Meter Wachstum am Tag und liefert die verschiedensten Materialien und Ausgangsstoffe zur Weiterverarbeitung, etwa für Textilien, Papier, medizinische Kohle, Baumaterial.

Der Anbau von Bambus wird in vielen afrikanischen Ländern von der Regierung gefördert, um Einkünfte für die lokale Bevölkerung zu ermöglichen und einen Beitrag zur CO2 Bindung zu leisten. Die Nachfrage nach Bambus auf dem Weltmarkt wächst und so könnten schon bald weite Regionen Afrikas für Bambusanbau genutzt werden mit vielleicht ähnlichen Folgen für Wildtiere wie der Anbau von Ölpalmen in Asien.

Wir setzen auf den Ansatz des Wildlife Friendly Enterprise Network und möchten Bambus wildtierfreundlich und vor allem elefantenfreundlich anbauen.

Wir forschen seit Jahren zu Mensch-/ Wildtier Koexistenzfragen und nach Wegen, wie Wildtiere auch in Agrarflächen Lebensmöglichkeiten finden können und sind auf diesem Wege zum Bambus gekommen. Nun wird es für uns Zeit, unsere Forschungsergebnisse in einem konkreten Projekt in die Tat umzusetzen.

Nach einem letzten vorbereitenden Forschungsaufenthalt planen wir den Ankauf von Land und den Aufbau einer Bambusfarm mit begleitender Forschungsstation. Ziel ist nicht die Schaffung von Bambusmonokulturen, sondern die artenreicher Mischwälder mit vielen einheimischen Baumarten, Permakultur Flächen in Form von Food Forests und Bambusarealen, in Verbindung mit Bienenhaltung und in Kooperation mit Kleinbauern und indigenen Gemeinschaften, um ein Biotop zu schaffen, welches Menschen und Wildtieren zugute kommt, als erfahrbare Möglichkeit für die Menschen der Region und übertragbar auf die Farmen der Nachbarschaft und auch in andere Regionen Afrikas.

Für die Umsetzung brauchen wir Ihre Hilfe. Eine Crowdfunding Kampagne ist in Vorbereitung. Spenden können schon jetzt unter dem Namen "Elefanten und Bambus" auf unser Stiftungskonto eingezahlt werden.