Nachhaltige Lösungen

für die Koexistenz

von Wildtieren und Menschen

in Afrika

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Wälder

 Die Wälder Afrikas bedecken eine Fläche von ca. 6,2 Millionen qkm und damit mehr als 20 Prozent des afrikanischen Kontinents.

Zwischen 1990 und 2015 hat Afrika ca. 12 % seiner Waldfläche verloren.

Der afrikanische Regenwald des Kongobeckens und der Westküste ist nach dem Amazonas der zweitgrößte Regenwald der Erde mit einer Fläche von ca. 2 Million qkm, etwa der 5,5fachen Fläche Deutschlands (Fläche Deutschland 357.582 qkm) oder fast halb so groß wie die EU (4.381.324 km²)

In den Regenwäldern des Kongobeckens leben über 400 Säugetierarten, mehr als 1000 Vogelarten und geschätzte 10.000 Pflanzenarten.     

Weit weniger Beachtung finden die afrikanischen Trockenwälder, obwohl sie fast 2,5mal so groß wie die Regenwälder sind. Mehr als 5mal so viele Menschen als vom afrikanischen Regenwald hängen ab von den Trockenwäldern als Basis ihrer Existenz.

 

Elefanten

Die Zahl der afrikanischen Elefanten betrug um das Jahr 1800 geschätzte 27 Millionen. Hundert Jahre später, also um 1900, war sie auf etwa 10 Millionen  geschrumpft. Bei der ersten wissenschaftlich durchgeführten Elefantenzählung zwischen1973 und 1976 kam man noch auf etwa 1,3 Millionen Tiere  2018 waren es gerade noch etwa 400.000.

Jedes Jahr werden etwa 40.000 Elefanten (10%) wegen ihres Elfenbeins gewildert oder auch legal von Trophäenjägern erschossen.  Elefanten könnten innerhalb weniger Jahre aus Afrikas Wildnis verschwunden sein.

Der Schutz der verbliebenen Elefanten ist eines der wichtigsten Themen unserer Arbeit. Neben Förderungen anderer zu diesem Thema arbeitender Organisationen arbeiten wir vor allem an der Entwicklung von Lösungen, wie die Koexistenz mit Elefanten für die lokale Bevölkerung so umgesetzt werden könnte, dass Mensch und Tiere davon profitieren. Die Lösung kann hierbei nicht nur im Tourismus liegen, denn bleibt dieser, etwa in Zeiten von Pandemien, aus, steigt die Wilderei sprunghaft an, da Einnahmen aus dem Tourismus für die Menschen wegfallen.

Modelle für eine wildtierfreundliche Landnutzung, die auch große Säugetiere wie Elefanten nicht ausschließen, Land- und Forstwirtschaft integrieren und die Interessen der lokalen Bevölkerung wichtig nehmen, müssen gefunden werden. An dieser Thematik arbeiten wir forschend, entwickelnd und vor Ort umsetzend.

 

Menschen

Auf der nachhaltigen Koexistenz zwischen Menschen, Wäldern und Wildtieren liegt der Fokus unserer Projektarbeit in Afrika und besonders das oftmals problembesetzte Zusammenleben mit Elefanten steht hierbei im Fokus.

Hierbei beschränkt sich unsere Tätigkeit jedoch nicht nur auf bestehende Elefantengebiete, sondern wir sind auch in Regionen aktiv, die zwischen oder um Elefantengebiete liegen, um Möglichkeiten zu erkunden, wie Natur- und Artenschutz in den ländlichen Dorfgemeinschaften wieder fußfassen kann und ob zukünftige vernetzende Korridore zwischen bestehenden Wäldern für Elefanten und andere Wildtiere geschaffen werden können.

Unser Food Forest Dorfprojekt in der Region Lumakanda in Westkenia liegt zwischen den Wäldern am Mount Elgon, dem Mau Wald und Kenias letztem Inland-Regenwald, dem Kakamega. Hier und in der weiteren Region wollen wir erforschen, wie nachhaltige Koexistenz umgesetzt werden kann.

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