Nachhaltige Lösungen

für die Koexistenz

von Wildtieren und Menschen

in Afrika

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Forest watch

 

Die Auswirkungen der Aktivitäten multinationaler Holzkonzerne auf die Wälder Afrikas und in anderen Teilen der Welt ist gut zu sehen auf den Karten und Satelliten -Aufnahmen der Organisation Global Forest Watch.                                                      Quelle Karte: Global Forest Watch

Lösungen müssen her, wie die globalen Waldökosysteme geschützt werden können. Die internationale Non-Profit-Organisation Forest Stewardship Council mit dem gleichnamigen FSC Siegel verspricht nachhaltige Waldwirtschaft. Eine Dokumentation auf ARTE scheint dies zu bestätigen. Eine SWR Doku liefert ein ganz anderes, kritisches Bild des FSC und auch ein Artikel von GREENPEACE bestätigt dies. Die Central African Forest Initiative verfolgt einen anderen Ansatz, dem Schutz der Wälder durch REDD+. , auch wenn REDD+ von vielen NGOs und indigenen Gemeinschaften stark kritisiert wird. Viele NGOs wie etwa Forest Peoples Programme, die zum Thema Menschenrechte arbeiten, stehen kritisch zur Arbeit vieler der großen Naturschutzorganisationen und setzen auf Community Forestry, wie er von Gemeinden in den Waldregionen Afrikas, beider Amerika und Asiens traditionell praktiziert wird.

Vielleicht liegt die Lösung in einer Synthese:

- Besten Schutz aller noch verbliebenen Primärwälder – keinerlei Nutzung                                                                                                             - Förderung von Community Forestry, Wahrung der Landrechte der Gemeinden, Ausbau von Vermarktung von „Non Wood Products“               - Nutzung der Sekundärwälder nach höchsten Standards mit glaubwürdigem Gütesiegel                                                                                       - bessere Verbraucher-Information und weitgehender Verzicht auf Tropenholz                                                                                                       - Ausgleichszahlungen an Staaten und Gemeinden für Nichtnutzung von Waldflächen für Klimaschutz                                                                 - Boykott von Staaten, die ihre Waldflächen zerstören oder nicht nachhaltig nutzen                                                                                               - Wiederaufforstung nach ganzheitlichen Ansätzen, etwa der Arbeit von Ernst Götsch in Brasilien oder Willies Smits auf Borneo nach       ..wildtierfreundlichen Kriterien / Wildlife Friendly Enterprise Network

Auch wenn es irgendwann gelingen sollte, die Zerstörung der Regenwälder irgendwann komplett zu stoppen, wird der Verlust an Waldfläche und Artenvielfalt bis dahin gewaltig sein. Es gewinnt daher zunehmend an Wichtigkeit, Formen der Renaturierung weiter zu optimieren und der lokalen Bevölkerung zugänglich zu machen. Hierin sehen wir unsere wichtigste Aufgabe bei unserer weiteren Arbeit in Afrika.

 

Darüber hinaus haben wir begonnen, Datenbanken zur Situation in der äquatorialen afrikanischen Waldregion anzulegen und orientieren uns hierbei u.a. an den dortigen Nationalparks, weil hierzu am leichtesten Daten erhältlich sind und zu den Aktivitäten der multinationalen Holzfirmen.

Wir recherchieren zu den Waldregionen an der äquatorialen Westküste (1), im Kongobecken (2), in den Bergregenwäldern zwischen Ost-Kongo, Uganda und Ruanda (3), den Waldgebieten Kenias (4). Ergänzend im Umfeld zweier Parks in der nördlichen und südlichen Trockenwaldzone (5).

Der Fokus liegt dabei auf drei Kernthemen:

- Situation der Wälder

- Situation der Menschen einschl. Menschenrechte

- Situation der Wildtiere und hierbei vor allem von Elefanten